• Loser Kulturverein präsentiert: Bettler, Beter, Bittsteller

Loser Kulturverein präsentiert: Bettler, Beter, Bittsteller

Mi, 03.05 ab 19.30 Uhr
Eintritt: frei

Ein kabarettistischer Ausflug in die Welt, die uns oft weiter weg erscheint, als sie ist!


Renate Woltron und Manuel Girisch präsentieren ihr neues Frühlingsprogramm!  Freuen Sie sich auf Kabarettstückchen, Sketche und lustige Wortgefechte!

Diesmal begleiten wir Bettler, Beter und Bittsteller auf ihrem oft steinigen Weg durch die Geschichte und die Jahrtausende. Mit Witz und Humor schlüpfen wir in diverse Rollen, spielen und lesen viele selbst verfasste Texte, Sketche und Gedichte, die sich auf Beobachtungen und Erlebnisse im Alltag des Bezirks stützen und würzen das Süppchen mit Anekdoten und Geschichten sowie zahlreichen lehrreichen Fakten.

Eine kurzweilige, witzige und Pointen reiche Bühnen-Show!

 

BETTLER
Bettler sind Menschen, die ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus Almosen – milden Gaben anderer – bestreiten. Meistens wird um Geld gebettelt. Die Ursachen des Bettelns sind vielfältig, das Leben als Bettler kann auch selbst gewählt sein und hat bisweilen eine eigene Würde, besonders bei Bettelorden (wobei wir wieder bei den Betern wären) oder Einsiedlern. In früheren Jahrhunderten, als es noch keine Sozialversicherungen oder Obamacare gab, wuchs die Zahl der Bettler in vielen europäischen Städten stark an. Die Kirche und private Wohlfahrtseinrichtungen nahmen sich ihrer an. Doch bereits im Mittelalter hatte die Obrigkeit das rasche Anwachsen als Gefahr für ihre Herrschaft empfunden: Man begann, durch polizeiliche Anordnung den "unberechtigten Bettel" zu unterdrücken, 

Und wer kennt nicht die Hinweisschilder in Gründerzeithäusern "Betteln und Hausieren verboten!"
Und heute? Wie sieht die Rechtslage heute aus? Was darf ein Bettler, wann ist man ein Bettler und wer ist nur ein Scharlatan oder ein Sammelorgan für organisierte Bettlerbanden? Auch dem wollen wir in unserer Lesung auf den Grund gehen.


BETER
Zum einen beleuchtet die Lesung, ohne blasphemisch zu werden, verschiedene Religions-, Nicht-Religions- und Möchtegern-Religionsgemeinschaften und transportiert auch die eine oder andere Information zum Verständnis der Ökumene. Information ist das wichtigste zur Akzeptanz bzw. Toleranz des Individuums zur Religion des Anderen. Das Gebet zu "Gott" gehörte von Anfang an zu den wichtigsten Ausdrucksformen des Glaubens. Nicht nur im Christentum sondern auch im Judentum, im Islam, im Hinduismus, Buddhismus und bei überhaupt jeder anerkannten Religion bezeichnet das Beten eine zentrale Glaubenspraxis. Es ist eine verbale oder nonverbale rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen (Gott, Gottheit, Göttin). Doch was ist mit der Religionsgemeinschaft der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters, dem Diskordianismus, der Iglesia Maradoniana oder der Alcoholic Church Vienna?
Und wie oft beten wir etwas anderes an als etwas Göttliches? Man denke nur an Hofmannsthals "Jedermann", "König Fußball" oder an Dickens "Weihnachtsgeschichte" um den Geldverleiher Ebenezer Scrooge.


BITTSTELLER
Tja, und wie sieht das aus mit einem Bittsteller? Laut Definition ist er ein Synonym für Bettler. Doch kann man das so sagen? Bittet ein Künstler um eine Zuwendung oder Förderung, weil er auch etwas zu geben hat oder bettelt er ohne Gegenleistung darum? Wie ist das bei einem Botschafter, der um Frieden bittet? Bittsteller oder Bettler? Und was ist dann bitte ein Mäzen?
Nicht zu kurz kommen im Programm der Wien- und Bezirksbezug, wobei wir alte Schauplatze, längst verschwundene Kirchen, zerstörte Synagogen oder neue Moscheen lebendig werden lassen. Wir erzählen vom Miteinander der Religionen und schließlich der Menschen als einzig gangbaren Weg in eine gemeinsame Zukunft.

Wann & Wo

avalon.kultur

Pfeilgasse 27 / Ecke Albertgasse
1080 Wien

Mo-Sa ab 17:00 Uhr
Sonntags geschlossen

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