Bleibt nur noch die Frage: Muss ein Präsident Pogo tanzen können?

Das Avalon Exil in Krems wurde vom Kulturverein Avalon von 2000 bis 2009 betrieben und hat so manche Geschichte auf Lager. Zum Beispiel die Eine, wo der Kulturverein sich klar gegen die omnipräsente ÖVP deklarierte und der Sozialistischen Jugend in Krems ein Zimmer vermietete. Das hört sich im ersten Moment nicht so spannend an, war es aber, kannte man Krems noch zu Zeiten der ÖVP Alleinregierung - denn nicht nur die Landespartei weiß, wie man Initiativen die einem nicht zu Gesicht stehen fertig macht. Das konnten die Kremser auch sehr gut. Aber dazu ein andermal mehr. Wir deklarierten uns klar links und bekannten uns zur sozialistischen Jugend (SJ).

Anfangs waren die Kremser Sozialisten mit ihrem Engagement in ihrem neuen Klubraum und den vereinzelten Veranstaltungen im Exil sehr zufrieden. Am Weltfrauentag organisierten die SPÖ Frauen einen Empfang im Kellerlokal wo auch aus den Bezirksgruppen und der Bundes-SPÖ Frauen vorbei kamen. Unter anderem anwesend waren die damalige und mittlerweile verflossene Bundesgeschäftführerin der SPÖ Laura Rudas, und die Schriftstellerin Cornelia Travnicek, die aus ihren Texten las. Die SJ organisierte Musikveranstaltungen und Diskussionsabende und nützte ihr kleines Büro im Avalon Exil zum Basisgruppenaufbau.

Was haben Musikgruppen und Politiker gemeinsam?
Sie vergessen schneller als alle anderen wer sie schon gefördert hat, bevor sie den Durchbruch schafften!

So trug es sich zu, dass eine Meldung, wonach der Bundes- Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer ins Exil zu gehen vor hatte, nicht nur die SPÖ verwirrte. „Heinz Fischer geht ins EXIL!“ Frei nach dem Motto "Respekt - ist unsere Aufgabe" organisiert der Kandidat um das höchste Amt der Republik eine Tour der besten DJs des Landes und beehrt am Freitag, den 09.April 2004 das Avalon-Exil.

Heinz Fischer, vielen auch als DJ HeiFi bekannt, präsentiert das Auswärtsspiel des hochgradig beliebten Wiener Elektro-Clubs NEON: Die Herren SLICK, DIVE und PASCAL TURBO, drei höchst fleißige, extrem schicke und wunderbar tanzflächenvernarrte DJs aus dem Trashy-Universum werden feinsten Elektro zum Besten geben – ganz so, wie man ihn kennt und liebt, immer aber auf der Höhe der Zeit. Und vor allem: stilecht dem Glamour verschrieben, ohne dabei unnötigem Snobismus zu verfallen. Sprich: Ein Fest, im wahrsten Sinne des Wortes.

Bleibt nur noch die Frage: Muss ein Präsident Pogo tanzen können?
Zugegeben: Es gehört nicht zur Grundausstattung fürs höchste Amt im Staat stets zu wissen, wo die frischesten UK-Garage-Importscheiben aus London zu erstehen sind. Ja, und letzten Endes hat auch das detaillierteste Wissen über jugendkulturelle Vorlieben zwischen Minimal-Techno, Dancehall und Neo-Rock’n’Roll noch niemandem ein Büro mit Aussicht auf den Heldenplatz beschert. Andererseits: Ein bisserl Verständnis, ja Respekt für jugendliche Anliegen sollte man sich schon erwarten dürfen.Noch besser: Ein bisserl Engagement für die freizeitrelevanten Vergnügungen des modernen Unter-Dreißig-Jährigen. Sprich: Fortgehen, Tanzen, Musik.

Nun denn: Heinz Fischer, hat seine Bundespräsidentschafts-Kandidatur zum Anlass genommen, die Crème der heimischen Jugendkulturbeschäftigten – DJs, Bands, und Visual Artists – einzuladen, um seine Vision eines unverkrampften Wahlkampfs in die Bundesländer zu tragen. Ach, was heißt schon Wahlkampf: Spaß soll es machen, im Endeffekt

So wurde vor der Bundespräsidentenwahl für den später amtierenden Präsidenten geworben. Da konnte Benita Ferrero Waldner nur ein Lächeln entgegensetzen. Alle hofften, dass der „Heifi“ auch persönlich im Kremser Kellerlokal vorbei kam. Wir verteilten Flyer und freuten uns auf ein kennenlernen. Er kam nicht!

Für einen Veranstalter das dümmste was passieren konnte, einen „Act“ anzukündigen, der dann nicht kommt. Dafür bekam ich eine Woche später, vom ersten Sekretär des Dr. Heinz Fischer, dem Herrn Bruno Aigner einen Anruf, „ob ich Zeit hätte“, Herr Dr. Fischer möchte mit mir sprechen. Ich sagte: „Momentan nicht, ich bin am Schuhe anprobieren.“ Was sollte ich machen, konnte ja auch nicht wissen, dass mich die Herrschaften anrufen während ich barfuß beim Humanic in der Kremser Innenstadt abhänge. Er musste lachen, auf so eine Antwort war er nicht gefasst. Wahrscheinlich hätte halb Österreich die Nerven weggeworfen wenn der zukünftige Präsident an der Strippe wäre. Mir war die Politik ob meiner vielen Vertröstungen und Enttäuschungen so was von egal geworden. Ich sagte ihm er solle später nochmals anrufen, was er auch tat.
Und so hatte ich 30 Minuten später Dr. Heinz Fischer am Rohr, der sich für sein Fernbleiben entschuldigte. Begründung: Der 9.April war ein Karfreitag und die ÖVP hatte ihm angekündigt, dass wenn er an diesem christlichen Feiertag in eine Quasi-Disco Wahl kämpfen geht, es einen Tag darauf ganz Österreich erfahren würde. Da war ihm wohl der Schaden, dem einem kleinen Kulturlokal daraus entstanden ist, das kleinere Übel, was ich auch verstehen konnte.

Und dann wurde der Dj „Heifi“ zum Präsidenten gewählt, machte sein telefonisches Versprechen wahr und lud mich nach der Wahl zu ihm in das Präsidentenamt.

Mein Erlebnisbericht von damals liest sich so:

Eine Stunde mit dem Bundespräsidenten von Österreich:

Wer kennt dieses Gefühl nicht, dass man denkt gut auf einen wichtigen Termin vorbereitet zu sein, sich dann aber doch nochmals aufrafft und die wichtigsten Fakten studiert, um dann draufzukommen, dass es zu viele verschiedene Ansätze zu einem Thema gibt um 100% vorbereitet zu sein.

Am Abend vor meinem Termin mit dem Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer machte ich wieder einmal diese Erfahrung. Fragen zur offenen Jugendarbeit zu erörtern ist leicht, aber auch wieder nicht. Vor allem dann nicht, wenn man nicht weiß wie sein Gesprächspartner informiert ist. Welches Grundwissen kann man bei einem Bundespräsidenten zu Jugendfragen voraussetzen? Kann man sofort über Sachthemen reden oder muss man zuerst Grundsätzliches erklären? Unterliegt er der Auffassung, dass nur weil man selber eine Erziehung genossen hat (oder nicht), man fachkompetent über Jugendprobleme und ihre Lösungsmodellen sprechen kann? Ich nahm mir vor, auf alles vorbereitet zu sein.

Nachdem ich meine kleinen Kinder endlich im Bett hatte (21.30 Uhr) schnappte ich mir meinen Stoss Papiere die sich mit dem Thema befassten und begann ihn zu durchforsten, kam vom „Hundertsten ins Tausendste“. Die Zeit verging und ich las Papier für Papier, die Zeit verging und kein Ende in Sicht.

00.30 Uhr: Beim Überfliegen meiner gesammelten Zeitungsartikel und Fachbroschüren gingen mir tausende Fragen durch den Kopf: Wie soll ich das Gespräch beginnen? Hoffentlich kommt der Zug rechtzeitig an. Werde ich das Büro gleich finden? Keine Spur von Nervosität, dafür voller Vorfreude.
Nachdem ich alle „Papierln“ überflogen hatte, probierte ich es mit schlafen. Ich weiß nur mehr, dass ich ewig lang wach lag und meine Gehirnrädchen liefen. Irgendwann verfiel ich in leichten Schlaf.

Zur großen Freude stand um 4.30 meine Tochter im Zimmer und jammerte über Einschlafschwierigkeiten. Ich brachte sie wieder ins Bett und versuchte selber weiter zu schlafen. „No way“, um 5.30 stand ich endgültig auf um rechtzeitig zum Zug zu kommen.

Alles ging reibungslos. Ich erwischte den Zug von Gmünd nach Wien, kam pünktlich in Wien an, fand das Parlament und traf wie vereinbart davor meinen Kollegen Rene der mich bei meinem Termin begleiten sollte und damals noch in Wien lebte.
Nachdem das Parlament gerade umgebaut wird, befand sich der Eingang auf der Rückseite des Gebäudes. Es war 9 Uhr 30, 45 Minuten vor dem Termin.

Es war dann so wie in einem amerikanischen Film. Wir betraten den Empfangsraum: Vor uns drei in schwarzen Anzügen mit dunkler Sonnenbrille getarnte, mindestens 2 Meter große Securitys. Oder doch C.I.A.?

Bevor wir noch wirklich etwas sagen konnten, erklärte man uns, dass ich zwar erwartet werde, wir aber noch eine halbe Stunde Zeit hätten. Wir holten uns im Cafehaus ums Eck ein Frühstück und starteten einen zweiten Versuch.
„Passport please!“
Mein Kollege Rene hatte keinen Ausweis dabei und wurde leider gleich wieder nach Hause geschickt. Ich durfte ins Parlament eintreten, auf der Suche nach dem Präsidenten, der noch im Büro des zweiten Nationalratspräsidenten gastierte.
Ich fand alles, den kleinen Sitzungssaal, den großen Sitzungssaal, das Büro des ersten und des dritten Nationalratspräsidenten, nur nicht das Büro des zweiten.
Als ich dann zum zweiten Mal nachfragte, erhielt ich eine einfache aber schlüssige Antwort: Immer dem roten Teppich nach! Natürlich, alles klar!

Ich fand es und traf im Vorzimmer die Wahlkampfleiterin des Jugendwahlkampfes zur Präsidentenwahl Fr. Mag. Andrea Mautz. Gemeinsam betraten wir das Büro von Hrn. Dr. Fischer.

Da stand er nun, Sakko über den Sessel gehängt, Hemd, Krawatte, nettes Lächeln, hinter einem sehr langen, breiten Tisch, in einem nicht ganz so großen Zimmer. Hände schütteln, Platz nehmen, Wasser bestellen. Seine ersten Worte, die seine unendliche Gemütlichkeit unterstrichen waren: „Ja weil wir so nett beieinander sitzen, rauch ich mir eine Pfeife an.“ So war es!

Zum Inhaltlichen: Thema Jugend-Subkultur
Entschlossen, doch einen möglichst breiten Bogen vom Kleinstkind bis zum Jugendlichen zu spannen, begann ich mit einer grundsätzlichen Differenzierung zwischen offener Jugendarbeit, verbandlicher Jugendarbeit und Jugendkultur mit dem Vermerk, dass die verbandliche Jugendarbeit über den Bundesjugendring koordiniert und finanziert sei. Die offene Jugendarbeit mit ihrer sozialarbeiterischen Aufgabe und zum Teil gut durchstrukturierter Dachverbänden. Und zuguterletzt die Jugendtreffs mit sozialarbeiterischer Betreuung gekoppelt mit Streetwork, welche immer öfter durch Landes- und Gemeindeinstitutionen zu ihrer Reputation und Finanzierung kamen.

Einzig „die Jugend-Subkultur“, die freien Initiativen wie das Avalon in Allentsteig oder das Triebwerk in Wiener Neustadt uvm., fanden weder Anerkennung über einen Dachverband, noch wurden einzelne Initiativen bei den Förderstellen anerkannt. Weder bei den Kulturabteilungen fühlte man sich zuständig, noch in den Abteilungen für Jugend oder Soziales. Das war das wahre Dilemma und der eigentliche Grund meines Erscheinens. Die Kulturabteilung schickte uns mit unseren Förderansuchen zur Jugendabteilung und die wieder zurück.

Ich berichtete von einigen beruflichen Erlebnissen mit Jugendlichen und Behörden als langjähriger Betreiber des Avalon/Allentsteig und Avalon-Exil/Krems und verwies darauf, dass vermehrt Präventiv-Maßnahmen bei Kindern bzw. Kleinstkindern eingesetzt werden müssten, damit diese selbstbewusst wachsen könnten. Wie viele Schulabbrecher durfte ich kennenlernen die nichts über sich, ihre Vorlieben, ihre Leidenschaften wussten? Wieso dürfen wir nicht so sein wie wir sind? Wieso nicht als das geliebt werden, als die Person, als die wir in die Welt geboren werden? Im Jahrhundert der Disziplinargesellschaft darf man mitspielen, aber nur dann wenn man vorher ruhig, brav, angepasst, zugehört und die Leistungen erfüllt hat, die einem von klein an aufgetragen werden. Für das Individuum ist da kein Platz.

Es könnte sich der Staat viel Geld und Schwierigkeiten sparen, wenn er zur rechten Zeit, besser der Zeit voraus, einige verwaltungstechnische wie auch finanzielle Weichen stellen und bei den Kindern und Eltern den Druck raus nehmen würde. Viele kommen mit den an sie gestellten Forderungen nicht klar und zerbrechen in frühen Jahren. Wenn man immer mehr Sozialarbeiter für Jugendliche braucht, dann läuft etwas schief.
Der Kulturverein Avalon hat sich schon immer für die Randgruppen interessiert. Diejenigen, die Probleme mit dieser Gesellschaft haben sind zum Teil die Intelligentesten, die Spannendsten auf alle Fälle. Es wird hinterfragt, permanent passiert Veränderung.
Meine persönliche Erfahrung ist es, dass derlei Kinder und Jugendliche keine Art Lobby haben. Sie sind alleine in ihrem Freundeskreis. Kein Bundesjugendring, kein Dachverband fängt diese Individualisten auf, gibt Ihnen eine Heimat, Annerkennung oder einen Finanzplan.

Dr. Heinz Fischer fragte, wie er mir bei unserer Jugendarbeit in Österreich helfen könne. Dann legte er nach einer kurzen Nachdenkpause laut vernehmlich für sich ein Bekenntnis ab: „Jetzt kümmere ich mich persönlich um kulturelle Anliegen, unterstütze soziale Einrichtungen wie die Caritas, warum soll ich mich nicht auch um die Jugend verstärkt kümmern?!“

Mein Vorschlag einer bundesweiten Jugendkoordination mit kontinuierlichem Aufbau von Jugendkulturzentren in Österreich stieß nicht unbedingt auf Zustimmung. Vielleicht ein gleich zu großer Sprung nach vorne! Vielmehr konnte sich Dr. Fischer die Unterstützung bei einem Pilotprojekt vorstellen und regte auch ein Gespräch mit Frau Ministerin Gehrer an.
Mein Vorschlag war, dass als Pilotprojekt das Jugendkulturprojekt „alter Schlachthof Krems“ hergenommen werden könnte. Das Pilotprojekt sollte die Jugendlichen dort abholen wo sie gerade stehen. Unter einem Dach vereint sollten Konzerträume, Proberäume, Räume für sportliche Aktivitäten, ein Platz zum Ausprobieren unterschiedlicher Lehrberufe und natürlich eine sozialarbeiterische Anlaufstelle beheimatet sein.

Ich stellte fest, dass der in Österreich weit verbreitete Föderalismusgedanke in vielen Bereichen seine Berechtigung hat, aber in speziellen Situationen wie zum Beispiel in der Jugendförderung ein Hindernis darstellt. Einheitliche klare Richtlinien für Jugendkulturförderung wären notwendig. Voralberg zum Beispiel hat klare Richtlinien, welche besagen dass pro 300 Jugendlicher zwingend ein Jugendzentrum vorgeschrieben ist.
Weiters thematisierte ich die Anerkennung eines Bundes- und Länderdachverbandes für offene Jugend-Subkultur und die Finanzierung eines solchen durch das Bundesministerium für Jugend und Soziales.
Für das Pilotprojekt Jugendkultur-Haus Alter Schlachthof (Krems/NÖ), welches Kultur- und Sozialbetreuung unter einem Dach bieten sollte, schlug ich eine volle Durchfinanzierung auf 5 Jahre mit anschließender Evaluierung und der Möglichkeit, bei Erfolg Nachahmer in den weiteren Bundesländern zu finden, vor.
Kurz erwähnt habe ich auch, dass im Lehrlingsbereich das Symptom zu erkennen sei, dass man von Lehrlingen Verantwortungsbewusstsein verlangt, die Lehrlinge selbst aber oft keine „Antworten“ bekommen. Eine gute Lehrlingsausbildung sollte viel höher bewertet sein.
Am Schulsektor, erklärte ich, sei eine Aufwertung der Person Kind wichtig. Eine Erweiterung des Lehrplans könnten Projekte wie eine Theaterhauptschule sein. Wichtig waren mir auch Demokratisierung, Mitspracherecht, Gruppenarbeiten, Integration, usw.

Ich wollte einen Überblick schaffen, wie komplex das Thema Jugendkultur ist. Ich hatte das Gefühl, dass mir ein sehr interessierter und engagierter Mensch gegenüber sitzt, der gerne in seinem Ermessen helfen möchte. Ich war in diesem Moment sehr froh, dass wir so einen Bundespräsidenten haben.

Nach nicht ganz einer Stunde verließen Andrea und ich das Büro von Dr. Fischer.
Als ich das Parlament verlassen hatte, hätte ich gerne anschließend weitere Gespräche zur Jugend geführt. Ich fühlte mich gehört, wollte gleich weitermachen, der Jugend eine Lobby sein.

Es kam dann so, dass ich im Bundesjugendring, wo die verbandliche Jugend wie die sozialistische Jugend, die katholische Jugend, alle parteilichen Jugendorganisationen, die Feuerwehrjugend, etc. vertreten sind, auch die „freie“ Jugendszene integriert habe wollte.
Es gab österreichweit genug Jugendorganisationen, die so wie der Verein Avalon zwar organisiert waren, aber keiner landesweiten Dachorganisation angehörten. Im Bundesjugendring integriert, hätte man eine starke Lobby im Background gehabt und vielleicht wäre man dadurch auch zu höheren Fördermitteln gekommen und hätte so wie viele andere ÖVP-nahe Organisationen einen Drei-Jahres Fördervertrag erhalten.

Ich versuchte einen neuen Termin beim Bundespräsidenten zu bekommen und erklärte ihm schriftlich mein Anliegen. Er verwies mich an das Bundesministerium für Jugend und Soziales, deren damalige Ministerin Ursula Haubner, die Schwester von Jörg Haider, war. Wie die auf die freie „linke“ Szene zu sprechen war, kann sich jeder denken. Ich bekam eine kurze Absage und dann war das Thema „Dachverband der freien Jugendkulturszene Österreich“ gegessen!
Vom Bundespräsidenten hörte ich nie wieder was. Seine Kompetenz endete dort, wo die der Ministerien begann. Eine Repräsentative bleibt eine Repräsentative und ich blieb abermals politisch ernüchtert zurück.

 

Wann & Wo

avalon.kultur

Pfeilgasse 27 / Ecke Albertgasse
1080 Wien

Reservieren